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Ausbildung am 26. Oktober 2002

Nach dem Ausfall der geplanten Jahresübung durch das August-Hochwasser sollte an diesem Ausbildungstag das Zusammenspiel des Technischen Zuges geprobt werden. Durch den Zugführer erging an alle Gruppen die Aufgabe, auf der wieder hochwasserführenden Elbe einen Fährbetrieb einzurichten.

Im Detail sollte die 1. Bergungsgruppe die Herstellung eines Schiffsanlegers als Tonnensteg, die 2. Bergungsgruppe die Herstellung eines Anlegers mit Auflage auf einem Schlauchboot und die Fachgruppe Wassergefahren den Fährbetrieb zwischen den beiden Anlegern übernehmen. Ergänzend mußte die Beleuchtung sichergestellt werden, denn der Aufbau sollte erst nach Einbruch der Dunkelheit beginnen.

Zunächst wurde das erforderliche Material im Holzlager des Ortsverbandes ausgewählt und auf den Anhänger des GKW I geladen. Nach dem vorgezogenen Abendessen wies Mario Teich, Gruppenführer der Fachgruppe Wassergefahren, noch einmal auf die Gefahren bei der Arbeit im und am Wasser hin. Dann war es endlich soweit und gegen 19:30 Uhr verließen die Fahrzeuge den Hof.

Nach Ankunft an der linken Elbseite wurden zuerst die Boote ins Wasser gelassen. Die 1. Bergungsgruppe richtete parallel dazu die Beleuchtung für diesen Platz ein. Die 2. Bergungsgruppe bereitete ihr Gerät und das benötigte Material für den Transport über Wasser vor. Doch bevor dies soweit war, mußte auf dem rechten Elbufer ein geeigneter Landeplatz erkundet werden. Nachdem dieser von Torsten Ploth, Gruppenführer der 2. BG, zugewiesen wurde, setzte seine Gruppe komplett über.

Zwischenzeitlich kam auch der Zugführer des 1. Technischen Zuges, Mirco Kammann, von einer Veranstaltung zur Einsatzstelle und übernahm die Einsatzleitung. Da für die Boote während der Fertigstellung der Anleger keine direkten Aufgaben anstanden, wurde ein Wasserkanister mit einer Rettunsgweste umhüllt und dem kalten Elbwasser anvertraut. Nach 5 Minuten meldete Andre Jakob, Gruppenführer der 1.BG, den "Verlust eines Helfers". Da ein Auffinden an Land nicht möglich war und der Helfer beim Bau des Tonnensteges sich am Wasser befand, wurde umgehend die Wasserrettung eingeleitet. Die Suche gestaltete sich aufgrund der Dunkelheit, des Hochwassers und des "bewußtlosen" Helfers als sehr schwierig, wurde aber erfolgreich abgeschlossen.

Gerade rechtzeitig kehrten die Boote wieder zurück, um den Fährbetrieb aufzunehmen. Zunächst brachten sie die 2. BG zur linken Elbseite zurück, wo Sie den auf zwei alten Ölfässern treibenden Anlegesteg der 1. BG begutachteten. Im Gegenzug stattete diese dem auf dem Schlauchboot aufliegenden Steg an der rechten Elbseite einen Besuch ab. Nachdem alles wieder zurückgebaut wurde, rückten die Kräfte gegen 2:00 Uhr wieder in die Unterkunft ein.

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