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HerosCamp 2007 und GFB-Einsatzübung

Der Parkplatz vor dem Förderturm des Arno-Lippmann-Schachtes in der Bergstadt Altenberg füllte sich mit Einsatzfahrzeugen des Technischen Hilfswerkes (THW). Der Grund für die Anwesenheit war aber kein Grubenunglück, denn seit 1991 ruht die Erzförderung. Vielmehr wurde das Gelände des Europarks in Altenberg als Bereitstellungsraum für die an diesem Tag stattfindende Einsatzübung der THW-Ortsverbande (OV) im Geschäftsführerbereich (GFB) Dresden genutzt.

Geführt von der Fachgruppe Führung & Kommunikation des Ortsverbandes Dresden wurden die Einheiten aus acht Ortsverbänden an sechs Einsatzstellen unterschiedlicher Größe verteilt. Einheiten der Ortsverbände Zittau, Bautzen, Görlitz und Riesa errichten an der Talsperre Malter eine Wasserförderstrecke für die Löschwasserversorgung über eine Wegstrecke von ca. 600m. Gleichzeitig werden die Einsatzstellen großflächig ausgeleuchtet. Einsatzkräfte bargen zudem einen PKW aus der Talsperre. Die Fachgruppe Wassergefahren unterstützte die Arbeiten mit ihren Mehrzweck-Arbeitsbooten vom Wasser aus.

In Glashütte ergänzte der Technische Zug (TZ) des OV Riesa die Feuerwehr bei der Rettung von Personen nach einer Verpuffung in einem Wohngebäude. Die Fachgruppe Beleuchtung nahm an der Rettungsleitstelle Dippoldiswalde eine Notstromeinspeisung vor, während die anderen Einheiten des OV Belzig im Schaubergwerk Altenberg die Rettung von Personen und das Ausleuchten des Schachtes übten. Die Fachgruppe Ortung des OV Freiberg und die Bergungsgruppen der Ortsverbände Dippoldiswalde und Pirna führten im Bereich der Altenberger Galgenteiche die Personensuche im unwegsamen Gelände durch. Die Funkkommunikation aller Einheiten im Gebiet stellte eine externe Relaisstelle sicher. An jeder Einsatzstelle beobachtete ein Prüfer das Arbeiten der Einheiten.

Nach dem Übungsende wurde durch den Sachbearbeiter Einsatz der Geschäftstelle Dresden gemeinsam mit Beobachtern und Führungskräften die Einsatzübung ausgewertet. Das getroffene Fazit umfasste negative (Durchsetzung der Führungshierarchie) und positive (Erreichen der Einsatzziele) Eindrücke.

Eingebunden war die GFB-Übung in das gemeinsam vom Ortsverband Dippoldiswalde und Pirna durchgeführte HerosCamp. Mehr als sechs Monate dauerten die Vorbereitung für diese Ausbildung. Es galt zahlreiche Genehmigungen einzuholen und die Logistik für das Zeltlager zu organisieren. Die Kameraden vom Freitaler DRK hatten sich bereit erklärt, für das HerosCamp die Verpflegung sicherzustellen. Der OV Dippoldiswalde hatte zur Veranstaltung auch seinen Patenortsverband aus Belzig (Länderverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt) eingeladen. Neben den aktiven Einheiten der Ortsverbande nahmen auch ihre Jugendgruppen am HerosCamp teil.

Eröffnet wurde der theoretische Ausbildungsteil bereits am Freitagabend mit einem Vortrag von Kriminaloberkommissar Alexander Rähm aus dem Landeskriminalamt Sachsen. Der Sprengstoffexperte gab in seinem Vortrag konkrete Hinweise zum Verhalten an Einsatzstellen nach Explosionen. Am Samstagvormittag stellte der Leiter des Kriseninterventionsteams im Weißeritzkreis, Paul Kurenz, seine Organisation und ihre Aufgaben vor. Im Anschluss erläuterte Stabsfeldwebel Andreas Klößer vom Landeskommando Sachsen der Bundeswehr die Arbeit der Soldaten im Bereich der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit im afghanischen Kunduz.

Die Jugendgruppen nutzten den Tag um bei einer Wanderung das Zinnwald- Georgenfelder Hochmoor sowie die Altenberger Biathlonstrecke und Sommerrodelbahn kennenzulernen.

Nach Abschluss der Ausbildung ging die Veranstaltung in den kameradschaftlichen Teil über, dessen Höhepunkt der Wettkampf im MAN-Schieben war. Unter starken Anfeuerungsrufen bewegten die fünf Helfer des OV Belzig das knapp 16t schwere Fahrzeug am schnellsten. Mit einem Feuerwerk klang dieser vielfältige Ausbildungstag aus.

Fotos zur Ausbildung

Aufbau der Zelte für das HerosCamp 2007 der OVs Dipps und Pirna

Foto: André Jakob

Die Zeltstadt im Gelände des Europark in der Bergstadt Altenberg

Foto: André Jakob

Kriminaloberkommisar Alexander Rähm bei seinem Vortrag

Foto: André Jakob

Einweisung der Beobachter durch den Sachbearbeiter Einsatz Jens Ahlgrimm

Foto: André Jakob

Die Verletztendarsteller werden geschminkt

Foto: André Jakob

Das zu bergende KFZ wird in der Talsperre Malter versenkt

Foto: Daniel Wesp

Stabsfeldwebel Andreas Klößer erzählt von einen Erfahrungen in Kunduz

Foto: André Jakob

Begrüßung durch die Landtagsvizepräidentin Andrea Dumbois

Foto: André Jakob

Die Helfer empfangen die zahlreichen Grußworte

Foto: André Jakob

Blick auf dem Bereitstellungsraum im Eurpoak Altenberg

Foto: André Jakob

Die Führungsstelle der Fachgruppe FüKom bei der Arbeit

Foto: André Jakob

Atemschutzgeräteträger des OV Riesa bereiten sich vor

Foto: André Jakob

Prüfung der Vitalfunktionen bei einer gefundenen Person

Foto: André Jakob

Medizinische Hilfe bei der Personensuche im Wald um Altenberg

Foto: Enrico Müller

Bergung des KFZ aus der Talsperre Malter mit dem Greifzug

Foto: André Jakob

Die Großpumpe Hannibal dient auch zur Löschwasserversorgung

Foto: André Jakob

600m lang war die zurückzulegende Wegstrecke

Foto: André Jakob

Auswertung der Einsatzübung durch alle Beteiligten

Foto: André Jakob

Spaß muß sein: 16t-LKW gegen die Kraft von fünf Helfern

Foto: André Jakob

Zum Abschluß hatten die Dippser Kameraden ein Feuerwerk organisiert

Foto: André Jakob


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