Einheiten

Der "Technische Zug" ist die Basiseinheit. Er umfasst einen Führungstrupp, zwei Bergungsgruppen und eine Fachgruppe.

Der Zugtrupp ist insbesondere zuständig für Lageerkundung, -erfassung, -beurteilung, -beobachtung, -meldung, Auftragsauswertung und -erstellung, sowie zur Verbindung zu Einsatzleitungen, anderen Organisationen und Einheiten.

Die 1. Bergungsgruppe ist die universellste Gruppe. Das Personal und die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet. In der Regel wird diese Gruppe mit ihrem Gerätekraftwagen I(GKW I) auch zuerst zum Einsatz kommen (Schnelleinsatz Gruppe/SEG). Sie wird ergänzt und unterstützt durch die 2. Bergungsgruppe oder durch Fachgruppen, oder aber sie unterstützt diese. Die 1. Bergungsgruppe rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Gefahrenlagen. Sie sichert Schadenstellen, leistet leichte Räumarbeiten und richtet Wege und Übergänge her.

Die 2. Bergungsgruppe ist neben einer Grundausstattung, die weitgehend jener der 1. Bergungsgruppe ähnelt, mit zusätzlichen, schwereren Komponenten ausgerüstet. Vor allem im Bereich der Erzeugung von elektrischer, hydraulischer und pneumatischer Energie und den entsprechenden Endgeräten hierzu. Der Einsatz erfolgt weitgehend stationär am Schwerpunkt des Einsatzgeschehens.

Die Fachgruppe Beleuchtung macht die Nacht zum Tag. Mit den verschiedensten Beleuchtungsmitteln (bodengebunden und frei schwebend) können Einsatzstellen, Bereitstellungsräume oder Veranstaltungsorte großflächig und blendfrei ausgeleuchtet werden.

Die Fachgruppe Brückenbau ermöglicht bei Beschädigung von Übergängen und Brücken den kurzfristigen Ersatz. Die von ihr errichteten Brücken werden aus vorgefertigten Teilen oder herkömmlichen Baumaterialien zusammengebaut. Bedingt durch die Ausstattung kann sie andere Gruppen beim Bewegen und Transportieren schwerer Lasten unterstützen.

Die Fachgruppe Elektroversorgung erzeugt mit mobilen 200kVA-Netzersatzanlagen am Einsatzort. Sie kommt dort zum Einsatz, wo vorübergehend größerer Energiebedarf zu decken ist oder die Stromversorgung ausgefallen ist. Die Fachgruppe nimmt auch Reparaturen im Mittel- und Niederspannungsbereichs vor.

Die Fachgruppe Führung & Kommunikation führt bei großen Einsätzen die THW-Einheiten und übernimmt die Kommunikationsaufgaben, die zur Führung der THW-Einsatzkräfte und für die Verbindung zum Bedarfsträger erforderlich sind.

Die Fachgruppe Infrastruktur kann im Schadenfall Versorgungsleitungen schnell provisorisch instand setzen oder Elektro-, Wasser- und Abwassersysteme in Notunterkünften, Schutz- oder Bereitstellungsräumen einrichten.

Die Fachgruppe Logistik versorgt umfassend die THW-Einheiten im Einsatz mit Verbrauchsgütern und Verpflegung und sorgt für die Materialerhaltung.

Die Fachgruppe Ölschaden kanalisiert mit schwimmenden Barrieren die Verschmutzung, nehmen sie von der Wasseroberfläche auf und füllen die Schadstoffe in Spezialbehälter.

Die Fachgruppe Ortung setzt auf eine Kombination von Rettungsspezialisten, ausgebildeten und geprüften Rettungshunden und technischem Ortungsgerät zur Ortung von eingeschlossenen oder verschütteteten Lebewesen. Weitere Aufgaben sind die Vermisstensuche und das Aufspüren von Leckagen an Versorgungsleitungen.

Die Fachgruppe Räumen arbeitet bei der schweren Bergung und der Räumung zusammen mit den Bergungsgruppen unter Einsatz des Räumgerätes (Radlader oder Bagger). Die Fachgruppe Räumen ist die häufigste Fachgruppe im THW.

Die Fachgruppe Sprengen hilft, wo die Leistungsfähigkeit technischer Geräte an ihre Grenzen stößt. Durch gezielte Sprengungen lassen sich einsturzgefährdete Gebäude oder Bauwerksteile kontrolliert niederzulegen, Waldbrände eindämmen, Eindring- bzw. Löschöffnungen herstellen, verbogene Schienenstränge trennen und Deiche gezielt zu sprengen.

Die Fachgruppe Trinkwasserversorgung sorgt für die Herstellung, Förderung, den Transport und Verteilung von Trinkwasser. Mobile Labors für Wasseranalysen stellen die Qualität des Trinkwassers sicher.

Die Fachgruppe Wassergefahren die Fachgruppe für Rettungs- und Bergungsarbeiten auf dem Wasser. Mit Pontons können schwimmende Arbeitsplattformen gebaut werden. Mehrzweckboote mit absenkbarer Bugklappe erleichtern das Be- und Endladen sowie Arbeiten auf dem Wasser erheblich. Ergänzt wird die Ausstattung durch ein Schlauchboot für Arbeiten auf seichten oder engen Gewässern.

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen kann mit unterschiedlichen Pumpen in Kellern, Schutzräumen oder Verkehrsanlagen eindringendes Wasser abpumpen und Wasserleitungen über längere Strecken errichten.

Die Fachgruppe SEEBA (Schnelleinsatzeinheit für Bergungseinsätze im Ausland) ist eine Zusammenfassung von Spezialisten des THW, die ständig durch bsondere Ausbildung auf Rettungseinsätze im Ausland vorbereitet werden.

Die Fachgruppe SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasserversorgung-Ausland) ist ein neunköpfigen Einsatzteam. Dessen Aufgabe ist die Erkundung, die mobile Trinkwasseraufbereitung, die Analyse, ein FirstAid-Consulting und die Wiederherstellung der Wasserversorgung.